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25.03.2026 | Pressemeldung
Ausstellung „Power up“ macht erneuerbare Energien begreifbar
„Power Up“ von vier schulischen MINT-Zentren wird in der EXPERIMINTA in Frankfurt ausgestellt
Provadis hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit verschiedenen Partnern ein außergewöhnliches Bildungsprojekt gestartet, um Schülerinnen und Schüler für die Herausforderungen der Energiewende zu begeistern und ihre MINT-Berufsorientierung zu stärken. Daran beteiligt waren Lernende der MINT-Zentren an der Leibnizschule und der Josephine-Baker-Schule aus Frankfurt-Höchst und Frankfurt-Riedberg, der Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau sowie der Heinrich-von-Kleist-Schule in Eschborn, die sich im Projekt „Power Up“ intensiv mit der Transformation des Energiesystems und den dafür benötigten Berufsfeldern auseinandersetzten. Die Ergebnisse ihrer Teilprojekte über die verschiedenen Methoden der Energieerzeugung haben sie in Funktionsmodellen und einem Diorama umgesetzt. Die Exponate sind ab sofort für einen Monat in einer Ausstellung in der EXPERIMINTA in Frankfurt zu sehen.
Um was ging es bei „Power Up“?
Das Projekt wurde von vier Physik- und Chemielehrkräften und Koordinatoren der MINT-Zentren, Matthias Stein (MINT-Zentrum Nidderau), Dr. Jutta Menig-Scholz (MINT-Zentrum West), Roman Gommermann (MINT-Zentrum Eschborn), Saskia Groh (MINT-Zentrum Nord) sowie Provadis-Fachausbilder Matthias Preßler und Projektleiterin Teresa Grauer inhaltlich gestaltet. Die Idee stammt aus dem Berufsorientierungsprojekt „Girls4MINT“ und von dessen Projektmitarbeiter Martin Duyster. Die rund 100 beteiligten Jugendlichen setzten sich seit Herbst letzten Jahres an ihrer jeweiligen Schule in Workshops von Provadis und Umweltlernen Frankfurt e.V. mit dem Thema Klimawandel und der Bedeutung von erneuerbaren Energien auseinander. Sie erhielten erste theoretische Einblicke in verschiedene Methoden der Energieerzeugung, wie Windkraft, Solar, Wasserkraft und Wasserstoff und lernten technische Berufe kennen, die in diesen Bereichen relevant sind. Darauf aufbauend widmete sich jede Schule in individuellen Praxiseinheiten intensiv einer dieser Energieformen. Was ist grüner Wasserstoff und wie können wir ihn herstellen und speichern? Wie ist ein Solarmodul aufgebaut und wie kann man es am effizientesten einsetzen? Wie funktioniert ein Pumpspeicherkraftwerk und warum ist Wasser ein perfekter Helfer der Energiewende? Wie können wir die Energieerzeugung durch Windkraft optimieren? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die jungen „Energieexpertinnen und - experten“.
Viel neues Wissen, um die Energie-Zukunft zu gestalten
Die Schülerinnen und Schüler befassten sich in den Workshops jeweils passend zur Energieform mit Modellen und später mit kleinen Exponaten. Diese sind nun Teil der Ausstellung. Exkursionen zu relevanten Einrichtungen der Unternehmenspartner – dem Windpark von ABO Energie, dem Rechenzentrum der Firma Equinix, dem Wasserkraftwerk der OVAG in Ortenberg und der Wasserstoffanlage im Industriepark Höchst – verdeutlichten den Arbeitswelt- und Alltagsbezug und zeigten, wie kleine Modelle in der Realität arbeiten. Bei einer Expertenkonferenz Anfang März im Hörsaal auf dem Provadis Campus trafen sich alle beteiligten Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal und präsentierten ihre Projektergebnisse den anderen Teams, Vertretern der Unternehmenspartner und Projektförderer sowie einer Wissenschaftlerin des Fraunhofer Instituts Darmstadt. In einem bei Provadis erstellten Diorama, das ein Modell einer modernen Stadt zeigt, wird das Zusammenspiel der Energien dargestellt. Schülerinnen und Schüler der 3D-Druckergruppe der Leibnizschule haben dafür die Gebäudeteile ausgedruckt. Vier Exponate gehen im Detail auf die vier Energieformen ein. Jugendliche der Josephine-Baker-Schule bauten in der Holzwerkstatt an den Trägersystemen der Ausstellung mit und der große 3D-Drucker der Bertha-von-Suttner-Schule gravierte die Erklärtafeln zu den Exponaten.
Dr. Karsten Rudolf, Prokurist von Provadis, dankte dem Projektteam, den Schulen und den Praxispartnern, die zum Gelingen von „Power Up” beigetragen haben und unterstrich, dass „das praxisorientierte Bildungsprojekt die Kraft zeigt, die in den MINT-Zentren liegt, die wir als Provadis zusammen mit der IHK Frankfurt an unseren Partnerschulen seit Beginn begleiten. Daran werden wir mit verschiedenen Unternehmenspartnern auch in Zukunft gerne weiter anknüpfen, um so einen wirksamen Beitrag zur Stärkung der MINT-Kompetenzen und der Berufsorientierung in der Region zu leisten.
Dr. Karsten McGovern, Geschäftsführer LandesEnergieAgentur Hessen (LEA), erläuterte das Engagement seiner Einrichtung: „Mehr Energieversorgungssicherheit, bezahlbare und klimaneutral erzeugte Energie hängen nicht nur von Technik, Finanzierung und Regulierung ab, sondern in Deutschland vor allem von engagierten Fachkräften. Die Ausstellung „Power Up“ zu den „Energiewendeheldinnen und -helden“ zeigt Jugendlichen attraktive berufliche Perspektiven in dieser Zukunftsbranche. Deshalb haben wir das Projekt im Auftrag des hessischen Wirtschaftsministeriums gefördert“, sagte Karsten McGovern während seiner Eröffnungsrede.
„Power Up“ wurde als Partner im Projekt „Energiewende-Held:innen“ von der LEA aus Mitteln des Hessischen Wirtschaftsministeriums gesponsert. Darüber hinaus unterstützte die Initiative „Stuart & Friends“ des in Deutschland lebenden US-Amerikaners Stuart Truppner das Projekt.
Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier: https://www.provadis.de/provadis-gruppe/bildungsprojekte/power-up/
Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH ist ein Unternehmen der Infraserv-Höchst-Gruppe. Mit rund 1.800 Auszubildenden und über 2.500 Weiterbildungsteilnehmenden an den Standorten Frankfurt und Marburg gehört Provadis zu den führenden Anbietern von Bildungsdienstleistungen in Hessen. Mehrere Hundert internationale Kunden nutzen in Partnerschaften und Kooperationen das Know-how von Provadis auf den Gebieten der Aus- und Weiterbildung, der Personal- und Organisationsentwicklung und bei der Entwicklung von E-Learning-Konzepten.
An der Provadis Hochschule studieren rund 1.100 Studierende in dualen und berufsbegleitenden Studiengängen mit international anerkannten Bachelor- und Masterabschlüssen.