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23.04.2026 | Pressemeldung
Ministerpräsident Boris Rhein setzt Spatenstich für Vulcans kommerzielle Lithiumanlage in Frankfurt-Höchst
Karlsruhe, 23. April 2026. Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein und Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef haben heute gemeinsam mit Vertretern von Vulcan Energy den ersten symbolischen Spatenstich für die Zentrale Lithiumanlage (CLP) im Industriepark Höchst gesetzt. Die Anlage wird in Zukunft nachhaltiges und in Deutschland gewonnenes Lithiumhydroxid-Monohydrat (LHM) im kommerziellen Maßstab für die europäische Batterie- und Automobilbranche herstellen. An der feierlichen Grundsteinlegung nahmen neben dem Ministerpräsidenten und dem Oberbürgermeister außerdem zahlreiche Vertreter aus der Politik, Wirtschaft und der Finanzbranche teil. Mit der Grundsteinlegung für die CLP hat Vulcan einen wichtigen Meilenstein für die Umsetzung der ersten Projektphase „Lionheart“ zur kombinierten Herstellung von Lithium und erneuerbarer Energie erreicht.
Ministerpräsident Boris Rhein kommentierte bei der Veranstaltung: „Wir gehen hier einen Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit Europas von globalen Lieferketten. Das ist ein wichtiges Zeichen. Je unruhiger die Zeiten sind, desto mehr müssen wir auf Eigenständigkeit und Resilienz setzen – durch Innovationen und kluge Investitionen. Deswegen fördert das Land Hessen den Bau der Anlage mit 13,9 Millionen Euro und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Unabhängigkeit Europas. Der Spatenstich ist ein Signal, dass industrielle Stärke, Klimaschutz und technologische Innovation in Deutschland zusammengehören. […] Die Energie für den gesamten Prozess stammt aus Geothermie, das macht die Produktion CO₂-neutral. Das ist ein echtes Leuchtturmprojekt für Hessen, Deutschland und Europa.“
An der CLP wird hochreines Lithiumchlorid durch einen Elektrolyse-Prozess zu batteriefähigem Lithiumhydroxid-Monohydrat (LHM) verarbeitet. Das Vorprodukt stammt dabei aus der kombinierten Geothermie- und Lithiumextraktionsanlage (G-LEP) in Landau, die seit Dezember letzten Jahres auf dem Gewerbegebiet D12 errichtet wird. Diese beiden Anlagen bilden die Basis des Lionheart-Projekts und haben eine gesamte Produktionskapazität von bis zu 24.000 Tonnen LHM pro Jahr - genug für Herstellung von ca. 500.000 Elektrofahrzeugen. Die Lithiumproduktion im vorkommerziellen Maßstab führt Vulcan bereits seit Januar 2025 erfolgreich an den unternehmenseigenen Optimierungsanlagen in Landau sowie im Industriepark-Höchst durch. Das vollständig inländisch produzierte LHM, welches das erste dieser Art in Europa darstellt, wird derzeit zur Produktqualifizierung von Vulcans Abnahmepartner aus der Batterie- und Automobilbranche genutzt. Dies ermöglicht einen zügigen Markteinstieg, sobald die kommerzielle Produktion im Rahmen des Lionheart-Projekts begonnen hat.
Im Dezember 2025 hat Vulcan Energy ein Gesamtfinanzierungspaket in Höhe von 2,2 Milliarden Euro abgeschlossen. Teil dieses Finanzierungspakets war unter anderem eine Eigenkapitalsbeteiligung des Rohstofffonds der KfW in Höhe von 150 Millionen Euro. Das Lionheart‑Projekt von Vulcan ist damit das erste Vorhaben, das im Rahmen dieser Initiative unter dem Dach des neu aufgesetzten Deutschlandfonds von der Bundesregierung gefördert wird.
Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt Mike Josef sagt: „Unternehmen wie Vulcan Energy spiegeln nicht nur die Internationalität, sondern auch die Vernetzung unserer Stadt hervorragend wider. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für Wirtschaft und Nachhaltigkeit, indem Sie zum einen anstreben, den Produktionsprozess von für Batterietechnologie essenziell wichtigem Lithiumhydroxid klimaneutral durchzuführen. Zum anderen stellen sie den Grundstoff bereit, der in Elektroautos oder Energiespeichersystemen, die erneuerbare Quellen wie Solar- und Windenergie nutzen, Verwendung findet. Eine solche Produktion hier in Frankfurt ist ein Zeichen für stärkere Resilienz und Unabhängigkeit, insbesondere von einseitigen Abhängigkeiten im Rohstoffbereich.“
Die CLP wird auf einer Fläche von rund 80.000 m² im Industriepark Höchst errichtet, wobei der Baustart in den kommenden Wochen vorgesehen ist. Die Inbetriebnahme und der Beginn der kommerziellen Produktion sind für Mitte 2028 geplant. Über das Lionheart-Projekt hinaus ist die CLP als zentrale Verarbeitungsanlage für weitere Projektphasen ausgelegt, sodass dort auch das Lithiumchlorid aus den zukünftigen Projektphasen weiterverarbeitet werden kann.
Dr. Joachim Kreysing, Geschäftsführer der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, kommentiert: „Mit dem heutigen Spatenstich setzen wir einen wichtigen Meilenstein für eine nachhaltige, inländische Lithiumproduktion in Europa. Mit der Ansiedlung der Zentralen Lithiumanlage vertiefen Infraserv Höchst und Vulcan Energy ihre langjährige Partnerschaft im Industriepark Höchst. An der Anlage wird Vulcan einen Prozess zur Verarbeitung von Lithium im industriellen Maßstab umsetzen, den das Unternehmen bereits seit über einem Jahr an einer Optimierungsanlage hier am Standort erfolgreich durchführt und optimiert. Dieses Beispiel zeigt einmal mehr die Weiterentwicklungsmöglichkeiten, die Unternehmen an unserem Standort haben. Hierbei unterstützt Infraserv Höchst als strategischer Partner bei der Umsetzung von Innovationen im industriellen Maßstab und stellt dafür eine leistungsfähige Infrastruktur, regulatorische Expertise und verlässliche Services bereit.“
Cris Moreno, CEO und Managing Director von Vulcan Energy, kommentiert: „Wir freuen uns, die vorbereitenden Arbeiten am Standort der CLP erfolgreich abzuschließen und nun mit dem Bau der Anlage im industriellen Maßstab zu beginnen. Die Grundsteinlegung der CLP erfolgt planmäßig im Rahmen unseres Lionheart‑Projekts und steht im Einklang mit unserem Ziel, im Jahr 2028 mit der kommerziellen Produktion von nachhaltigem Lithium zu beginnen. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für das große Interesse an der Veranstaltung und freuen uns dieses Projekt gemeinsam mit unseren starken Partnern umzusetzen.“
Redaktionskontakt
Hannah Kleindienst, Media Relations | [email protected] | +49 (0) 171 731 2066
Über Vulcan Energy
Vulcan Energy (ASX:VUL, FSE:VUL) baut die weltweit erste klimaneutrale, kombinierte Produktion von Lithium und Erneuerbarer Energie auf, um die CO2-Emissionen in der Batterieproduktion zu reduzieren. Vulcans Lionheart-Projekt, welches sich im Oberrheingraben an der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich befindet, ist ein Leuchtturmprojekt für die europäische Energie- und Rohstoffunabhängigkeit.
Mit Hilfe von Vulcans branchenführender VULSORB®-Technologie wird Lithium aus der geothermischen Sole des Oberrheingrabens gewonnen. Durch die natürlich erhitze Sole wird außerdem Erneuerbare Energie erzeugt, welche für den Produktions- und Verarbeitungsprozess zu batteriefertigem Lithiumhydroxid-Monohydrat genutzt wird. Überschüssige Energie wird in das lokale Netz eingespeist. Durch diesen kombinierten Ansatz, die Technologie und die ideale Zusammensetzung der Thermalsole kann Vulcan eine der kostengünstigsten Lithium-Produktionen der Welt umsetzen.
Lithiumextraktion ist erst der Anfang für Vulcan. Das Unternehmen hat die Rohstoffproduktion grundlegend neu aufgestellt und nutzt innovative Ansätze, um größere Teile entlang der Wertschöpfungskette zu integrieren. Vulcan hat das Gesamtfinanzierungspaket für das Lionheart-Projekt abgeschlossen, mit dem Bau begonnen und Abnahmeverträge abgeschlossen. Weitere Phasen der Produktion sind bereits in Planung.
Mehr Informationen finden Sie unter www.v-er.eu
Rechtlicher Hinweis:
„Vulcan übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der enthaltenen Aussagen und Informationen. Aus dieser Pressemitteilung erwachsen keine Rechtsansprüche – gleichgültig welcher Art. Irrtümer und Tippfehler sind vorbehalten. Soweit wir in diesem Dokument die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die Veränderung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, Veränderungen der Finanzmärkte, zukünftige Gesetzes- oder andere Rechtsänderungen sowie weitere sonstige Umstände können dazu führen, dass die tatsächlichen Ereignisse oder Ergebnisse von den derzeit in die Zukunft gerichteten Aussagen abweichen. Vulcan übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Meldung enthaltenen Aussagen und Informationen zu aktualisieren, soweit keine gesetzliche Veröffentlichungspflicht besteht.“
Über Infraserv Höchst
Infraserv Höchst mit Sitz in Frankfurt am Main bietet als erfahrener Partner bei der Entwicklung von Forschungs- und Produktionsstandorten nachhaltige, intelligente und effiziente Lösungen für die chemische und pharmazeutische Industrie. Die Leistungsfelder des Unternehmens, das den Industriepark Höchst betreibt, umfassen die Versorgung mit Energien, Entsorgungsleistungen, den Betrieb von Netzen, Standortservices, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie den Umweltschutz und Facility Management. Die zur Infraserv Höchst-Gruppe gehörenden Tochtergesellschaften erbringen Services in den Bereichen Logistik, Bildung und Prozesstechnik.
Die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG beschäftigt rund 2.100 Mitarbeiter und 200 Auszubildende. Zur Infraserv-Höchst-Gruppe gehören rund 3.000 Mitarbeiter und 230 Auszubildende. Im Jahr 2024 erzielte Infraserv Höchst inklusive der Tochtergesellschaften Infraserv Logistics, Infraserv Höchst Prozesstechnik, Provadis Partner für Bildung und Beratung und Thermal Conversion Compound einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro.
Der 460 Hektar große Industriepark Höchst ist Standort für rund 90 Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Basis- und Spezialitäten-Chemie, Pflanzenschutz, Lebensmittelzusatzstoffe und Dienstleistungen. Rund 20.000 Menschen arbeiten hier. Die Summe der Investitionen seit dem Jahr 2000 beträgt ca. 8,5 Milliarden Euro.