Das ?Schiff auf Stelzen? läuft vom Stapel, und für den symbolischen Akt der Schiffstaufe konnte sogar ein Oscargewinner für eine tragende Rolle verpflichtet werden ? mit einem preisgekrönten Prosecco haben Infraserv-Geschäftsführer Dr. Dieter Kreuziger, Architekt Jens Rasche von der Infraserv-Division Sites and Facilities und Constanze Buckow, Leiterin der Unternehmenskommunikation von Infraserv Höchst, die Taufe vorgenommen. Eine Doppelmagnum Prosecco Spumante di Valdobbladene, beim Wettbewerb Prosecco Gambero Rosse des Jahres 2001 mit einer Auszeichnung namens ?Oscar? preisgekrönt, zerschellte an einem Betonfundament des Neubaus. Zuvor hatte sich die Riesenflasche als widerstandsfähig erwiesen, denn die Doppelmagnum überstand die ersten Taufversuche an der Fassade unbeschadet. Schließlich gab es dann aber doch noch die Scherben, die zu einer richtigen Schiffstaufe dazugehören.
?Für dieses Gebäude hätten wir eigentlich Champagner nehmen müssen, aber als Dienstleister treten wir dann doch lieber ein klein bisschen bescheidener auf?, scherzte Infraserv-Geschäftsführer Dr. Dieter Kreuziger. Auf das formschöne Büro- und Funktionsgebäude mit der Bezeichnung B 852 ist Dr. Kreuziger dann aber schon ein bisschen stolz. ?Wir haben hier sozusagen im Andockbereich der Fabrik ein architektonisch ungewöhnliches, aber dennoch ausgesprochen wirtschaftliches Gebäude errichtet?, erklärte der Infraserv-Geschäftsführer, der von einem ?gastlichen Schiff? sprach. ?B 852 wertet schon jetzt die östliche Grenze des Industrieparks auf und leistet einen positiven Beitrag zur Entwicklung von Höchst. Und nicht zuletzt können die Mieter ein repräsentatives Domizil beziehen.? Die Deutsche Post In Haus Service GmbH, die BKK Hoechst und der Reiseservice werden in B 852 einziehen. Die beiden oberen Etagen mit jeweils rund 1000 Quadratmetern Grundfläche sind noch zu haben.
B 852 ruht auf 63 Pfählen
Die Bezeichnung ?Schiff auf Stelzen? verdankt B 852 dem Umstand, dass der schiffsförmige Baukörper auf insgesamt 63 Pfählen ruht, die im Zuge der Gründungsarbeiten bis zu 22 Meter tief in das Erdreich eingebracht wurden. Diese und einige weitere Besonderheiten des 12,5 Millionen Euro teuren Gebäudes stellte Projektleiter Jens Rasche von der Infraserv-Division Sites and Facilities vor. Der Diplom-Ingenieur konzipierte gemeinsam mit einem Infraserv-Planungsteam ? auch die Projektsteuerung und der größte Teil der Fachplanung wurde von Infraserv übernommen ? eine fünfgeschossige Glaskonstruktion, die aufgrund der extravaganten Form schon während der Bauphase ein echter Blickfang war. Das Erdgeschoss wurde hingegen sehr funktional konzipiert ? hierbei spielten die Vorgaben des künftigen Mieters, der Deutschen Post In Hause Service GmbH eine Rolle. Außerdem musste bei der Planung des Gebäudes der Verlauf zahlreicher Versorgungsleitungen beachtet werden, deren Verlegung sehr kostspielig gewesen wäre ? B 852 ist Maßarbeit in jeder Hinsicht.
Dies gilt auch für die Glasfassade, die das ?Schiff auf Stelzen? zu einem im wahrsten Sinne glänzenden Neubau werden lässt. So mussten die 1,25 Meter breiten und rund 100 Kilogramm schweren Einzelelemente gerade bei der Installation im ersten Stock genau ausgerichtet werden, denn jede Abweichung hätte sich nach oben fortgesetzt und wäre sichtbar gewesen. Und die Fassadenspezialisten mussten zusätzlich auch noch die Rohbautoleranz aufnehmen: Die für den Rohbau erlaubten und üblichen Spielräume gelten für die Glasfassadenkonstruktion nicht, hier war Millimeter-Arbeit gefragt. Bei den Glasfassaden-Elementen handelt es sich um Sonnenschutzglas, dass allerdings nicht verspiegelt ist, sondern transparent wirkt. Der Energie-Durchlassgrad liegt bei 32 Prozent, zwei Drittel der Sonnenenergie werden absorbiert.
Innovative Technik beim Innenausbau
B 852 ist nicht nur in Bezug auf die architektonische Gestaltung ein topmodernes Gebäude. Auch beim Innenausbau kommt innovative Technik zum Zug. So wird das Gebäude mit einer Bauteilkühlung ausgestattet, wobei kaltes Wasser durch Leitungen in den Geschossdecken zirkuliert und auf eine ausgesprochen energiesparende Weise für sehr gleichmäßige Kühlung der Räume sorgt. In den Obergeschossen werden sämtliche Datenleitungen, Elektrokabel und Heizleitungen in einem Hohlraumboden variabel verlegt. Eine moderne und wartungsarme dezentrale Zuluftanlage wird an der Fassade über Unterflurkonvektoren Frischluft ansaugen und diese nach Bedarf kühlen oder beheizen. Auch diese Technik hat sich als besonders energieeffizient erwiesen. Infraserv berücksichtigt dank eines integrierten Facility-Management-Konzeptes bereits mit dem Beginn der Planungsphase alle Möglichkeiten der Betriebskostenreduzierung, um die Gesamtwirtschaftlichkeit des Gebäudes zu optimieren.
Zweckmäßiges Gebäudekonzept in attraktiver Form
Trotz der ungewöhnlichen Gebäudeform ist das Konzept ausgesprochen zweckmäßig. ?87 Prozent der Geschossflächen sind vermietbar?, erläuterte Jens Rasche. Nur ein vergleichsweise kleiner Teil im Gebäudekern wird für Treppenaufgänge, Aufzüge und Sanitärbereiche benötigt. Ansonsten steht viel Raum für Büro- und Kommunikationslandschaften zur Verfügung, die individuell nach den Wünschen der einzelnen Mieter gestaltet werden können.
Die Vorgaben der künftigen Gebäudenutzer wurden bereits berücksichtigt: Mit der BKK Hoechst, die die ersten beiden Obergeschosse beziehen wird, und dem Reiseservice, der den dritten Stock anmietet und auch im Erdgeschoss Flächen nutzen wird, wurden eigens Workshops durchgeführt, um die exakten Bedürfnisse frühzeitig zu ermitteln und in die Planung zu integrieren.
Gemeinsam nahmen Infraserv-Geschäftsführer Dr. Dieter Kreuziger, Constanze Buckow, Leiterin der Unternehmenskommunikation von Infraserv Höchst, und Projektleiter Jens Rasche (rechts), Infraserv-Division Sites and Facilities, die Gebäudetaufe vor.
© Infraserv Höchst
Foto: Uli Schepp
Infraserv-Geschäftsführer Dr. Dieter Kreuziger betonte, dass das von Architekt Jens Rasche (rechts) konzipierte Gebäude architektonische Raffinesse und Wirtschaftlichkeit hervorragend vereint.
© Infraserv Höchst
Foto: Uli Schepp
In den letzten Monaten entstand an der östlichen Peripherie des Industrieparks ein Büro- und Funktionsgebäude, das aufgrund seiner ungewöhnlichen Form auf den Namen "Schiff auf Stelzen" genannt wird.
© Infraserv Höchst
Foto: Uli Schepp
Infraserv Höchst mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein führender Dienstleister und ganzheitlicher Standortbetreiber für die Chemie- und Pharmaindustrie. Infraserv versorgt Unternehmen der Prozessindustrie mit Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Energie, Logistik, Facility Management, Umweltschutz, Sicherheit und Entsorgung, mit Technischen Services, Einkaufsleistungen sowie Qualifikation und Training. Das Unternehmen beschäftigt 3700 Mitarbeiter und erzielte 2002 einen Umsatz von 870 Millionen Euro.
Der Industriepark Höchst ist Standort für über80 Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Basis- und Spezialitäten-Chemie, Pflanzenschutz, Lebensmittelzusatzstoffe und Dienstleistungen. Rund 22.000 Menschen arbeiten täglich im Industriepark. Das Gelände ist 460 Hektar groß; 89 Hektar sind noch frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten insgesamt im Jahr 2002 rund 408 Millionen Euro am Standort nach 450 Millionen Euro im Jahr 2001.
Sämtliche Pressemitteilungen von Infraserv Höchst finden Sie auch im Internet unter http://content.infraserv.com. Die Rufnummer der Presse-Hotline:
(069) 305-5413.