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Pressemeldungen, 04.04.2011

Vision „Zero Regio“ rückt ein Stück näher

„Zem- Haus“ und emissionsfreier Verkehr im Rhein-Main-Gebiet – das sind visionäre Ziele, zu denen Infraserv Höchst mit innovativen Konzepten rund um den Energieträger Wasserstoff beitragen will

Nach dem erfolgreichen Abschluss des EU-Projektes „Zero Regio“, das den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur im Rhein-Main-Gebiet und umfangreiche Feldtests mit Brennstoffzellen-Fahrzeugen zum Ziel hatte, wollen Infraserv Höchst und weitere Partner nun einen Schritt weiter gehen, um die Kommerzialisierung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie voranzutreiben. So stellt der Betreiber des Industrieparks Höchst in Frankfurt am Main auf der diesjährigen Hannover Messe im Rahmen einer hessischen Gemeinschaftspräsentation innovative Konzepte wie die emissionsfreie Energieversorgung von Gebäuden („Zem-Haus“) vor. Außerdem wirbt Infraserv Höchst als Partner des europäischen Bus-Projektes CHIC (Clean Hydrogen in European Cities) für die Beteiligung hessischer Städte und Kommunen an diesem umweltfreundlichen Mobilitätskonzept.

Infraserv Höchst Projektpartner bei CHIC

Der benötigte Wasserstoff für die Versorgung im Rhein-Main-Gebiet ist im Industriepark Höchst in ausreichender Menge vorhanden: hier entstehen jährlich 30 Millionen Norm-Kubikmeter Wasserstoff als Nebenprodukt in einer chemischen Produktion, mit dem beispielsweise 10.000 Pkw oder 400 Busse umweltneutral und emissionsfrei betreiben werden können. „Wir haben im Rahmen des Zero Regio Projektes eine Wasserstoffinfrastruktur mit Verdichterstation, Pipeline und Integration von Wasserstofftanksäulen in eine konventionelle Tankstelle aufgebaut“, berichtet Dr. Heinrich Lienkamp von Infraserv Höchst. „Im Zuge des Projektes haben wir uns ein umfangreiches Know-how im Umgang mit der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie angeeignet, das wir nun in neuen Projekten nutzen wollen.“

Aus diesem Grund beteiligt sich Infraserv Höchst nun als Partner im europäischen Projekt CHIC. In den fünf beteiligten Städten (Aargau/Schweiz, Bozen/Italien, London/Großbritannien, Mailand/Italien und Oslo/Norwegen) werden ab 2011 Schritt für Schritt insgesamt 26 Wasserstoff-Hybridbusse (H2FC-Busse) der neuesten Generation in Betrieb genommen und im Linienverkehr über einen Zeitraum von sechs Jahren eingesetzt werden. Die Fahrzeuge dafür liefern EvoBus-Daimler, Wrightbus, IVECO &Van Hool. Insgesamt sind 25 Projektpartner aus neun Ländern eingebunden, die sich aus Vertretern der Industrie, kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen zusammensetzen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 70 Millionen Euro und werden mit 28 Millionen Euro von der Europäischen Union gefördert.

CHIC baut dabei auf den Erkenntnissen aus Vorläuferprojekten wie CUTE und HyFLEET:CUTE auf. Langfristig ist ab 2012 die Einbeziehung von 14 weiteren Regionen in Europa, den sogenannten Phase 2 - Cities, geplant, um auch dort in Zusammenarbeit mit der Partnerschaft der Europäischen Regionen, Städte und Gemeinden für Wasserstoff und Brennstoffzellen die ersten H2FC-Busflotten im öffentlichen Verkehr einzuführen. Zu diesen Phase 2 - Cities soll in Zukunft auch die Stadt Frankfurt in Hessen gehören. „Infraserv Höchst kann in diesem Projekt einen wichtigen Beitrag leisten“, so Dr. Lienkamp, „denn wir verfügen nicht nur über das Know-how im Aufbau der notwendigen Infrastrukturen, wir können auch den Wasserstoff dazu liefern.“

Weitere Aktivitäten in Hessen

Im Rahmen nationaler Aktivitäten hat sich das Land Hessen für die Mitgliedschaft bei CEP (Clean Energy Partnership) beworben. CEP startete 2004 in Berlin und befindet sich mittlerweile in der dritten Projektphase – auch hier geht es um die Markteinführung der Wasserstofftechnologie im Verkehr. Für Hessen sind die Erweiterung der Wasserstoffinfrastruktur, der Einsatz von Brennstoffzellenfahrzeugen und der Bau neuer Wasserstofftankstellen geplant. Auch hier will Infraserv Höchst als Know-How-Träger und Wasserstofflieferant tätig werden.

Projektkonzept „Zem-Haus“

Doch nicht nur in der Mobilität der Zukunft ist die emissionsfreie Energieversorgung machbar. Wasserstoff kann in Kombination mit Fotovoltaik auch zur Energieversorgung von Gebäuden eingesetzt werden. Die Idee: Mit Solarenergie wird Wasserstoff aus Wasser gewonnen, der wiederum als Energiespeicher in einer Brennstoffzelle zum Einsatz kommt. Ein auf diese Weise mit Strom und Wärme versorgtes „Zem-Haus“ verursacht keinerlei Emissionen („zero emission“). Infraserv Höchst arbeitet aktuell daran, für Gebäude wettbewerbsfähige Energieversorgungssysteme, die auf dieser Technologie basieren, zu entwickeln.

Infraserv Höchst mit Sitz in Frankfurt am Main betreibt anspruchsvolle technische Infrastrukturen für Chemie, Pharma und verwandte Prozessindustrien und ist Betreiber des Industrieparks Höchst. Infraserv Höchst versorgt Unternehmen mit Energien und Medien, übernimmt Entsorgungsleistungen und stellt Flächen sowie Infrastrukturen zur Verfügung. Auch Umwelt-, Schutz- und Sicherheitsleistungen sowie Angebote aus dem Gesundheitsbereich umfasst das Leistungsspektrum. Als hundertprozentige Tochtergesellschaften gehören Infraserv Logistics, Provadis Partner für Bildung und Beratung und der Technikumsdienstleister Technion zur Infraserv-Höchst-Gruppe.

Die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und 140 Auszubildende. Zur Infraserv-Höchst-Gruppe gehören rund 2.700 Mitarbeiter und 171 Auszubildende. Im Jahr 2010 erzielte Infraserv Höchst inklusive der Tochtergesellschaften einen Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro.

Der Industriepark Höchst ist Standort für rund 90 Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Basis- und Spezialitäten-Chemie, Pflanzenschutz, Lebensmittelzusatzstoffe und Dienstleistungen. Rund 22.000 Menschen arbeiten im Industriepark. Das Gelände ist 460 Hektar groß; davon sind noch 50 Hektar frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2010 insgesamt rund 495 Millionen Euro am Standort. Die Summe der Investitionen beträgt seit dem Jahr 2000 etwa 4,8 Milliarden Euro.

Sämtliche Pressemitteilungen und -fotos von Infraserv Höchst gibt es auch im Internet unter www.infraserv.com. Die Rufnummer der Presse-Hotline lautet: 069 305-5413.



Ihr Kontakt:

Susanne Schläfer
Infraserv Höchst
Telefon: +49 69 305-18974
Telefax: +49 69 305-80025
susanne.schlaefer@infraserv.com
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