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Pressemeldungen, 17.12.2009

„Infranova“ - Bioerdgas made in Höchst

Neues Gemeinschaftsunternehmen von Infraserv Höchst und Mainova – Im Industriepark Höchst entsteht eine Bioerdgas-Aufbereitungsanlage


Bei der Namensgebung ist die Vereinigung der beiden Unternehmen bereits sehr gut gelungen: „Infranova“ heißt die neue Gesellschaft, die von Infraserv Höchst und der Mainova EnergieDienste GmbH ins Leben gerufen wird, um
eine Bioerdgas-Aufbereitungsanlage im Industriepark Höchst zu errichten. In der zweiten Jahreshälfte 2011 wird die fünf Millionen Euro teure Anlage Bioerdgas in das öffentliche Netz einspeisen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die entsprechenden Verträge, die noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Behörden stehen, unterzeichneten am Donnerstag, 17. Dezember, Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr sowie Dr. Constantin H. Alsheimer und Joachim Zientek, Vorstände der Mainova AG, sowie Rainer Nauerz und Alexander Schurz, beide Geschäftsführer der Mainova EnergieDienste GmbH, ein Verbundunternehmen der Mainova AG.

Investition in Klimaschutz

„Wir beschäftigen uns schon seit Jahren kontinuierlich mit der Frage, wie wir das Energieversorgungskonzept für den Industriepark Höchst im Sinne unserer Kunden durch Effizienzsteigerungen und die Nutzung regenerativer Energieträger optimieren und auf diese Weise auch zum Klimaschutz beitragen können“, erläuterte Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr. In diesem Zusammenhang entstand auch das Konzept für die Biogas-Anlage, in der seit 2007 durch ein von Infraserv Höchst entwickeltes Verfahren erstmals industrielle Klärschlämme zusammen mit organischen Abfällen in Biogas umgewandelt werden können. Derzeit wird dieses Biogas in zwei Blockheizkraftwerken verstromt und die dabei anfallende Wärme zur Energieversorgung des Standortes genutzt, wobei die Anlage mit vier Megawatt elektrischer Leistung nur einen relativ kleinen Teil des gesamten Energiebedarfs des Industrieparks Höchst deckt. „Es ist effizienter und auch ökologisch sinnvoller, dieses Biogas aufzubereiten und in das Erdgasnetz einzuspeisen“, so Dr. Mohr.

Die neue Anlage ist ein Stück praktizierter Klimaschutz

Der Mainova-Vorstandsvorsitzende Dr. Constantin H. Alsheimer betonte: „Die Bioerdgasanlage ist ein Stück praktizierter Klimaschutz. Im Industriepark Höchst wird künftig auf höchstem technischen Niveau klimaschonend Erdgas erzeugt. Darüber hinaus wird das erzeugte Bioerdgas die breite Palette ökologischer Energieprodukte der Mainova ergänzen.“ Dr. Alsheimer fügte hinzu: „Das Gemeinschaftsunternehmen Infranova ist zugleich ein Beleg für die besondere Leistungsfähigkeit des Mainova-Verbundes und Infraserv Höchst. Hier kooperieren zwei Unternehmen, die auf dem eigenen Fachgebiet über ein umfangreiches technisches Know-how verfügen. So entsteht hier im Frankfurter Stadtgebiet eine der modernsten und technisch anspruchsvollsten Anlagen ihrer Art in ganz Deutschland.“

Ab 2011 Bioerdgas für 4.000 Haushalte

Die Planung für den Bau der Anlage ist weitestgehend abgeschlossen, das Genehmigungsverfahren wird Anfang 2010 eingeleitet. Sobald die zuständigen Behörden grünes Licht geben, kann mit dem Bau der Anlage begonnen werden, die im Westteil des Industrieparks Höchst in rund 200 Meter Entfernung von der bestehenden Biogas-Anlage von Infraserv Höchst errichtet wird.

In dieser Anlage erzeugt Infraserv Höchst aus Klärschlämmen und Co-Substraten wie Fermentationsrückständen oder anderen organischen Abfällen pro Tag rund 30.000 Kubikmeter Rohbiogas. Lebensmittel oder landwirtschaftliche Produkte werden anders als in manchen anderen Biogas-Anlagen nicht genutzt. Das Rohbiogas besteht zu etwa zwei Dritteln aus Methan und enthält etwa ein Drittel Begleitstoffe, die weniger heizwertreich sind und bei der Aufbereitung auf Erdgasqualität entfernt werden.

Bis Mitte 2011 könnte die neue Aufbereitungsanlage in Betrieb gehen und pro Jahr rund 80.000 Megawattstunden Bioerdgas in das öffentliche Versorgungsnetz einspeisen – eine Menge, die dem Jahresverbrauch von 4.000 Einfamilienhäusern entspricht.


Vertragsunterzeichnung für „Infranova“: Dr. Dieter Gentzcke, Leiter Rechtsabteilung von Infraserv Höchst, Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr sowie Dr. Constantin H. Alsheimer und Joachim Zientek, Vorstände der Mainova AG (vorne von links) sowie Rainer Nauerz (hinten links) und Alexander Schurz (hinten rechts), Vorstände der Mainova Energiedienste GmbH, und Sabine Kuhlus und Dr. Heinrich Lienkamp, Geschäftsführer der neuen Infranova. © Infraserv Höchst.

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Infraserv Höchst mit Sitz in Frankfurt am Main betreibt anspruchsvolle technische Infrastrukturen für Chemie, Pharma und verwandte Prozessindustrien und ist Betreiber des Industrieparks Höchst. Infraserv Höchst versorgt Unternehmen mit Energien und Medien, übernimmt Entsorgungsleistungen und stellt Flächen sowie Infrastrukturen zur Verfügung. Von Umwelt-, Schutz- und Sicherheitsleistungen über Angebote aus dem Gesundheitsbereich bis hin zu Kommunikations- und IT-Services reicht das Leistungsspektrum. Als hundertprozentige Tochtergesellschaften gehören Infraserv Logistics, Provadis Partner für Bildung und Beratung und der Technikumsdienstleister Technion zur Infraserv-Höchst-Gruppe.

Die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und 128 Auszubildende. Zur Infraserv-Höchst-Gruppe gehören rund 2.700 Mitarbeiter und 159 Auszubildende. Infraserv Höchst erzielte inklusive der Tochtergesellschaften im Jahr 2008 mehr als eine Milliarde Euro Umsatz.

Der Industriepark Höchst ist Standort für rund 90 Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Basis- und Spezialitäten-Chemie, Pflanzenschutz, Lebensmittelzusatzstoffe und Dienstleistungen. Rund 22.000 Menschen arbeiten im Industriepark. Das Gelände ist 460 Hektar groß; davon sind noch 50 Hektar frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2008 insgesamt über 600 Millionen Euro am Standort. Die Summe der Investitionen beträgt seit dem Jahr 2000 etwa 3,7 Milliarden Euro.

Sämtliche Pressemitteilungen und -fotos von Infraserv Höchst gibt es auch im Internet unter www.infraserv.com. Die Rufnummer der Presse-Hotline: 069 305-5413.


Über Mainova:
Die Mainova AG ist einer der größten regionalen Energieversorger Deutschlands. Das börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main versorgt rund eine Million Menschen in Hessen und den angrenzenden Bundesländern täglich mit Strom, Erdgas, Wärme und Wasser. Hinzu kommen zahlreiche Firmenkunden im gesamten Bundesgebiet. Größte Anteilseigner der Mainova AG sind die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding (75,2 %) und die Münchener Beteiligungsgesellschaft Thüga AG (24,4 %). Die übrigen Aktien (0,4 %) befinden sich im Streubesitz. Der Mainova-Konzern erzielte mit seinen rund 2.900 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von 1,72 Mrd. Euro. Davon entfiel knapp die Hälfte auf das Segment Erdgas und etwa ein Drittel auf das Segment Strom. Weitere Informationen unter www.mainova.de.


Über die Mainova EnergieDienste GmbH:
Die Mainova EnergieDienste GmbH bietet als moderner Energiedienstleister zahlreiche Services rund um die dezentrale Energie- und Medienversorgung und das Technische Facility Management. Sämtliche Prozesse von Anlagenbau, Energieerzeugung und Energiemanagement, Consulting sowie Technisches Anlagenmanagement für eigene und Kundenanlagen zählen zu den Kernkompetenzen der Mainova EnergieDienste GmbH. Die Vorteile der Mainova EnergieDienste GmbH liegen neben der großen fachlichen Kompetenz in der brennstoff- und herstellerneutralen Vorgehensweise. Als Unternehmen des Mainova-Verbundes steht die Mainova EnergieDienste GmbH für umfassendes Know-how und zukunftsweisende Energiekonzepte sowie modernste FM-(Facility Management) Lösungen aus einer Hand. Weitere Informationen unter www.mainova-energiedienste.de.



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