Multi-Vendor Lösung mit BACnet/IP von Infraserv Höchst liefert ein gebäudeübergreifendes Steuerungs- und Visualisierungssystem für alle technischen Einrichtungen in den Labor- und Forschungsgebäuden von Sanofi-Aventis. Vielfältige Dienstleistungen rund um die Gebäudeleittechnik stellt Infraserv Höchst vom 6. bis 11. April auf der Fachmesse Light & Building in Frankfurt vor.
Die totale Überwachung in machen Fällen ist sie tatsächlich gewünscht beziehungsweise sogar notwendig. Dann nämlich, wenn in den sensiblen Labor- und Forschungsgebäuden des Pharmaunternehmens Sanofi-Aventis im Industriepark Höchst die Funktionstüchtigkeit einer Vielzahl von technischen Einrichtungen, Laborgeräten und Kühlsystemen rund um die Uhr gewährleistet sein muss.
Um dies zu bewerkstelligen beauftragte Sanofi-Aventis die Fachleute von IT-Services bei Infraserv Höchst damit, die bestehenden technischen Anlagen in den Labor- und Forschungsgebäuden von Sanofi-Aventis im Industriepark Höchst sowie zahlreiche weitere Überwachungseinrichtungen in einem einheitlichen Visualisierungssystem abzubilden. Mehrere Objekte und Gebäudekomplexe mit über 120 Anlagen unterschiedlichster Technologien und Herstellersysteme sowie mehrere Gebäudeleitsysteme (GLT) sollten mit einem übergreifenden GLT-System für alle Anlagen visualisiert und gesteuert werden.
Informationsfluss auf allen Kommunikationswegen
Dieses so genannte Real Estate Facilities Control System (REFCS) sollte in die moderne Kommunikationswelt - Inter-/Intranet, E-Mail, WLAN, Pager, Handy und ähnliches - eingebunden werden, um alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu nutzen, die notwendigen Informationen schnell und sicher an die zuständigen Stellen zu leiten. Das System sollte die relevanten Daten protokollieren und archivieren, Zählwerte erfassen, auswerten und statistisch darstellen. Grundsätzlich galt die Prämisse: Verfügbarkeit der Informationen rund um die Uhr und von jedem Ort aus.
BACnet/ IP für ein übergreifendes GLT-System
Die verschiedenen Gebäude von Sanofi-Aventis verfügen über unterschiedliche IT-Infrastrukturen. Bei der Einrichtung einer homogenen, gebäudeübergreifenden IT-Infrastruktur setzte Infraserv Höchst auf standardisierte Bussysteme und BACnet-Protokolle. Zu den Herausforderungen der Aufgabe gehörten auch die Implementierung eines Serverclusters mit redundanter Hard- und Software und die Koordination der IT-Abteilungen des Kunden, zum Teil bis zur Zentrale von Sanofi-Aventis nach Paris.
Im REFCS (Real Estate Facilities Control System), dem übergeordneten Gebäudeleitsystem, werden nun sämtliche relevanten Informationen über alle angeschlossenen Gebäude und installierten Anlagen rund um die Uhr erfasst. Über Fernabfrage und Fernbedienung werden beispielsweise Überwachungstechniken für Produktionen und Labore, die Temperaturüberwachung und Lüftungstechnik von Laboreinrichtungen, Energieerfassung, Beleuchtungs- und Beschattungstechnik, Zutrittskontrollsysteme, ja selbst Bewässerungstechnik der Außenanlagen und die Regenwassernutzung gesteuert. Der Nutzer kann direkt über das Visualisierungssystem auf die verlinkte Dokumentation der jeweiligen Anlagen mit Funktionsbeschreibungen, Stromlaufplänen, Datenpunktlisten und vielem mehr zugreifen.
Aufschaltung auf Buildung Control Center von Infraserv Höchst
Sanofi-Aventis betreibt das REFCS in der Hauptgeschäftszeit komplett selbst. In der Nebengeschäftszeit wird das gesamte System auf das Building Control Center (BCC) von Infraserv Höchst geschaltet und von dort beobachtet. Auflaufende Alarme werden hier lückenlos in einem gesonderten Ticketsystem erfasst und Maßnahmen nach Anweisungen der Alarmtexte eingeleitet.
Diese Form der lückenlosen Kontrolle von Gebäudeleittechnik-Systemen ist gerade im Industriepark Höchst sehr wichtig. Das 4,6 Quadratkilometer große Industrieareal, in unmittelbarer Nähe zum Frankfurter Flughafen gelegen, ist Standort von mehr als 90 Unternehmen, die überwiegend in der Chemie-, Pharma- und Biotechnologiebranche zu Hause sind. Neben den rund 120 Produktionsanlagen gibt es am Standort rund 800 Gebäude, darunter viele Forschungs- und Laborgebäude. In diesen Bereichen können bereits kleine Temperaturschwankungen oder defekte Lüftungsanlagen drastische Auswirkungen haben.
Innerhalb des Industrieparks ist die Kommunikation zwischen den einzelnen Systemen in den Gebäuden und dem Building Control Center problemlos über die vorhandene IP-Datennetz-Infrastruktur möglich.
Auch externe Kunden werden über das BCC bedient
Externe Kunden können ebenfalls auf das BCC aufgeschaltet werden. So werden beispielsweise die Gebäudeleittechnik-Daten des Büro- und Geschäftshauses Torhaus Westhafen über eine Internet-Verbindung zum BCC übertragen. Natürlich schützen Firewalls die Netze vor unberechtigten Zugängen. Ein so genannter Watchdog überwacht die ständige Verbindung zwischen dem Server des Gebäudes und dem BACnet-Server von Infraserv Höchst. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass Störungsmeldungen umgehend registriert und bearbeitet werden können.
Kosten sparen durch optimierte Prozesse
Das Building Control Center dient nicht nur der schnellen Intervention, wenn eine Störung vorliegt, sondern ermöglicht auch die kontinuierliche Erfassung aller messbaren Anlagendaten. Die vielen Vorteile dieser Daten-Transparenz liegen auf der Hand: Die Auswertung der Daten hilft bei der Optimierung von Betriebsprozessen und bei der effizienten Energienutzung. Ausfälle von Anlagen lassen sich durch Frühwarnsysteme und rechtzeitige Fehlererkennung vermeiden. So wird die Investition in Gebäude und Technik langfristig gesichert und die Kosten für Wartung und Instandhaltung bleiben in einem überschaubaren Rahmen.
Die Funktionen eines solchen Building Control Centers sind in alle Arten von Gebäuden integrierbar - Infraserv Höchst hilft Kunden dabei, das Potenzial ihrer Gebäudeautomation voll auszuschöpfen: Je nach Anforderung an das System überprüfen die IT-Spezialisten die Machbarkeit, erarbeiten Lösungsvorschläge, implementieren diese in ein Gesamtsystem und sind auch Ansprechpartner für Wartung und Betrieb des Systems.
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