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Pressemeldungen, 04.04.2008

Infraserv-Know-how für russische Chemiestandorte

Mit einem Letter-of-Intent unterzeichneten am 21. Januar 2008 Oleg I. Betin, der russische Gouverneur der Bezirksregierung der Region Tambov, und Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr im Industriepark Höchst eine Absichtserklärung zur Kooperation bei der Weiterentwicklung von Chemiestandorten in der Region Tambov südöstlich von Moskau.

Der Betreiber des Industrieparks Höchst in Frankfurt am Main, Infraserv Höchst, soll als Berater für die lokale Regierung fungieren, um in der Region Tambov neue und bereits vorhandene chemische Produktionsstätten in moderne Chemieparks nach dem Modell des Industrieparks Höchst weiterzuentwickeln - so der Inhalt der Absichtserklärung, die zum Ende des Jahres in einen verbindlichen Beratungsauftrag für Infraserv Höchst münden soll. Zur Vertragsunterzeichnung waren der russische Gouverneur Oleg I. Betin, sein Stellvertreter Petr Chernoivanvov und Andrey Utrobin, Mitinhaber der Produktionsfirma Pigment (KRATA Group) für Spezialchemikalien, angereist. Utrobin, der seinen 144 Hektar großen Firmenstandort in Tambov ebenfalls modernisieren und erweitern will, hatte den Industriepark Höchst auf der Suche nach einem geeigneten Partner bereits einmal besucht und sich über das Betreiberkonzept von Infraserv Höchst informiert.

Ziel der russischen Vertragspartner ist es, im internationalen Wettbewerb mit anderen europäischen Industriestandorten besonders hinsichtlich der infrastrukturellen Versorgung aufzuholen. Um dieses Ziel zu erreichen ist jedoch eine Revitalisierung und Ertüchtigung vieler älterer Produktionsstätten nach modernen, internationalen Standards dringend notwendig. Unterstützt wird die Entwicklung dieser Industriezentren, zu denen Uvarovo mit einer Größe von 240 Hektar und Kotovsk mit 27 Hektar in Tambov gehören, durch ein großzügiges staatliches Finanzierungsprogramm.

Die Region Tambov erstreckt sich über eine Fläche von 34.500 Quadratkilometern, hier leben 1,2 Millionen Menschen. Tambov liegt sehr zentral im europäischen Teil von Russland, am Schnittpunkt der wichtigen Transportrouten von Nord nach Süd und Ost nach West. Hauptwirtschaftszweige sind die die chemische Industrie und die Landwirtschaft.

„Wir wollen Tambov zu einer wettbewerbsfähigen Industrieregion mit modernen Chemieparks entwickeln“, so Betin, „dazu brauchen wir einen kompetenten Partner, der uns auf dem Weg dahin berät und uns ein erfolgversprechendes Konzept und einen Entwicklungsplan erstellt. Wir haben die nötige Expertise hierfür bei Infraserv Höchst gefunden. Das Betreiberkonzept für den Industriepark Höchst hat uns überzeugt, so dass wir unsere Industrieparks genau nach diesem Modell planen wollen.“

Der 4,6 Quadratkilometer große Industriepark Höchst in Frankfurt am Main, ehemals Stammwerk der Hoechst AG, hat sich nach Umstrukturierung 1997 sehr erfolgreich entwickelt: Rund 90 Firmen, vornehmlich aus den Branchen Chemie, Pharma und Biotechnologie sind heute hier in Forschung und Entwicklung, Produktion und Fertigung tätig und haben in den vergangenen zehn Jahren rund 3,1 Milliarden Euro in den Standort investiert, davon allein in 2007 die Rekordsumme von 400 Millionen Euro.

Für Infraserv Höchst ergeben sich aus der Zusammenarbeit mit den russischen Partnern ebenfalls Vorteile. „Zunächst einmal sind wir stolz auf diese Vereinbarung“, freut sich Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr, “denn dass die Wahl auf uns gefallen ist und ein Standort in Russland nach unserem Vorbild entwickelt werden soll, zeigt uns, dass wir mit unserem Know-how im effizienten Betrieb anspruchsvoller Infrastrukturen zu den „Best in Class“ zählen. Die neue Aufgabe ist eine Herausforderung, die wir sehr gerne annehmen, verschafft sie uns gleichzeitig auch zusätzliche Erfahrungen und erweitert damit unsere Problemlösungskompetenz im Betrieb anspruchsvoller Industriestandorte. Interessant ist die Zusammenarbeit auch unter dem Aspekt der Netzwerkerweiterung für mögliche Neuansiedlungen im Industriepark.“

Infraserv Höchst mit Sitz in Frankfurt am Main betreibt anspruchsvolle technische Infrastrukturen für Chemie, Pharma und verwandte Prozessindustrien und ist Betreiber des Industrieparks Höchst. Infraserv Höchst versorgt Unternehmen mit Energien und Medien, übernimmt Entsorgungsleistungen und stellt Flächen sowie Infrastrukturen zur Verfügung. Von Umwelt-, Schutz- und Sicherheitsleistungen über Angebote aus dem Gesundheitsbereich bis hin zu Kommunikations- und IT-Services reicht das Leistungsspektrum. Als hundertprozentige Tochtergesellschaften gehören Infraserv Logistics, Provadis Partner für Bildung und Beratung und der Technikumsdienstleister Technion zur Infraserv-Höchst-Gruppe.

Die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und 128 Auszubildende. Zur Infraserv-Höchst-Gruppe gehören rund 2.700 Mitarbeiter und 159 Auszubildende. Infraserv Höchst erzielte inklusive der Tochtergesellschaften im Jahr 2008 mehr als eine Milliarde Euro Umsatz.

Der Industriepark Höchst ist Standort für rund 90 Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Basis- und Spezialitäten-Chemie, Pflanzenschutz, Lebensmittelzusatzstoffe und Dienstleistungen. Rund 22.000 Menschen arbeiten im Industriepark. Das Gelände ist 460 Hektar groß; davon sind noch 50 Hektar frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2008 insgesamt über 600 Millionen Euro am Standort. Die Summe der Investitionen beträgt seit dem Jahr 2000 etwa 3,7 Milliarden Euro.

Sämtliche Pressemitteilungen und -fotos von Infraserv Höchst gibt es auch im Internet unter www.infraserv.com. Die Rufnummer der Presse-Hotline lautet: 069 305-5413.



Ihr Kontakt:

Susanne Schläfer
Infraserv Höchst
Telefon: +49 69 305-18974
Telefax: +49 69 305-80025
susanne.schlaefer@infraserv.com
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