Clariant legte im September 2004 im Industriepark Frankfurt-Höchst den Grundstein für die weltweit erste Produktionsanlage zur Herstellung von Wachsen auf Basis der so genannten Metallocen-Katalyse. Diese Wachse, die sich durch eine besondere Vielseitigkeit auszeichnen, sind vor allem für die Kunststoff verarbeitende Industrie von großem Interesse. Die Anlage wurde im ersten Quartal 2006 in Betrieb genommen und stellt jährlich mehrere tausend Tonnen synthetische Wachse her. Clariant investierte einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in das Projekt. Neue Arbeitsplätze wurden geschaffen und bestehende gesichert.
Vorläufer der Anlage ist eine Pilotanlage, die seit mehreren Jahren in Höchst kontinuierlich gearbeitet hat. Hier wurde das mehrfach patentierte Produktionsverfahren bereits ausgiebig getestet.
Die Wachse werden mit Hilfe von so genannten Metallocen-Katalysatoren großtechnisch hergestellt und unter dem Markennamen Licocene vertrieben. Bei den Wachsen können wichtige Produkteigenschaften wie Härte, Schmelzpunkt und Viskosität exakt eingestellt und vielfältig miteinander kombiniert werden. Daraus ergeben sich zahllose Möglichkeiten, die Verarbeitungs- und Anwendungseigenschaften genau so zu steuern, wie sie der Kunde wünscht. „Unsere maßgeschneiderten Produkte bergen enorme Marktchancen“, sagt Projektleiter Dr. Hans-Friedrich Herrmann. Die Metallocen-Wachse haben sich bereits in der Kunststoff-, Automobil- und Lackindustrie bewährt: so unter anderem als Dispergiermittel bei der Herstellung von Masterbatches (Kunststoff-Pigment-Präparationen), in Klebstoffen und Dichtmassen, aber auch in natur- und glasfaserverstärkten Verbundwerkstoffen.